Unser "Quassel"-Fenster
Als ErzieherIn führt man normalerweise täglich immer wieder kurze, nette "Tür-und Angelgespräche", tauscht sich mit Eltern und Familien aus und berichtet vom Alltag im Kindergarten. Momentan ist dies durch die Schließung der Einrichtungen und der Notbetreuung nicht möglich.
Wir haben in den letzten Wochen viele Ideen entwickelt und umgesetzt, um mit unseren Familien in Kontakt zu bleiben und über das Internet viele erreicht. Dennoch bleibt das persönliche Miteinander auf der Strecke.
Daher haben wir unsere Familien eingeladen, sich mit uns auf ein nettes "Pläuschchen" zu treffen.
Wie das trotz Mindestabstand und Hygienevorschriften klappen kann, haben wir uns beim FRÖBEL-Kindergarten Fledermäuse abgeschaut, die dieses bei ihren Nachbarn, dem Seniorenpark Carpe Diem, abgeguckt haben. Dort stehen seit einiger Zeit vor dem sonst als Friseur-Salon genutzten Raum Stühle bereit. Wenn nun ein Bewohner Besuch empfangen möchte, wird er vom Pflegepersonal in den Friseursalon gebracht, wo diese auf ihre Familienangehörige und Freunde treffen. Man sieht sich, wenn auch aus sicherer Distanz, kann sich austauschen und hat wieder das Gefühl, "unter Leute" zu kommen.
Nun stehen auch vor unserem Haus den ganzen Tag zwei Stühle vor dem Fenster und warten auf Besucher. Die Familien melden sich vorher an, so dass wir die Besuche terminlich so koordinieren, dass sich keine Familien begegnen.
Wi freuen uns auf die vielen weiteren Besucher, egal ob Klein oder Groß.